Jetzt ist Heldenzeit und kein anderer als MRI aka Stephan Lieb läutet diese mit „Heroes“ ein. Es ist sein mittlerweile drittes Studioalbum auf dem eigenen Imprint Resopal. Mit schnörkellosen, modernen und reduziertem Tech-House beweist Stephan einmal mehr, dass für ihn die Musik im Vordergrund steht und sein Sound deshalb auf den Plattentellern namhafter DJ´s wie Ritchie Hawtin, Tobi Neumann, Luciano oder auch Loco Dice landet.
Stephan ist ein integrales Mitglied der elektronischen Musikszene aus Berlin, sehr aktiver Labeleigner, Produzent und Remixer was die Vielzahl von Tracks, der vergangenen Jahre, das aktuelle Album „Heroes“, eine demnächst erscheinende 12“ unter dem weiteren Pseudonym Croon Inc., die folgenden 12“ er mit Remixen und eine schon aufgenommene Single zeigen. Sein Label Resopal gehört seit Jahren zur Speerspitze eines eigenständig innovativen und frischen Sounds. Aber Stephan ist noch viel mehr als Label-Manager und Producer: ein großartiger und leidenschaftlicher Live-Act, dessen Sets seit einer Dekade auf den Dancefloors weltweit explodieren: Fabric London, die Berliner Panoramabar, Zukunft Zürich oder auch das Loft in Barcelona. Eben diese Sets sind inzwischen zu einem Synonym für intensive, druckvolle spannungs - und abwechslungsreiche Clubabende geworden. Sein Musik Stil variiert zwischen reduziert percussivem Tech/House, modernem Chicago-House und Detroit-Techno.
„Party Galore – jetzt erst recht“ wenn es nach Stephan geht und er hat vor, jetzt und in Zukunft ordentlich Gas zu geben. Was 2000 als soundtüftelndes Duo MRI im heimischen Kellerstudio in Frankfurt, mit ersten Veröffentlichungen unter diversen Projektnamen und Releases auf raummusik oder force inc. begann, hat sich enorm weiterentwickelt. Stephan nahm seit dem Ausstieg seines ehemaligen Partners Frank Elting 2004 die Zügel in die Hand, machte alleine weiter und irgendwann verschlug es ihn in die Hauptstadt. Was bei null angefangen hat, geht nun ziemlich straight gen 100. Für ihn war klar, dass sich innerhalb der elektronischen Musik keine wirklich neuen Wege auftun, aber mit seinem Stil hat er sich ein Seitenfenster aufgestoßen.